IDEs compared to personal hygiene
Using a sophisticated IDE can be compared to terms of anal hygiene. Think about it for one minute:
There are actually people, that insist on building their apps in Vi or Vim. Those can be compared to desert nomads in terms of anal hygiene, as they are known of utilizing desert sand to wipe. For me, the imagination of doing projects with more than 3 files and 500+ lines of code in a white-on-black-no-mouse-vi-interface gives me the very same sensation as the idea of rubbing desert sand into my buttcrack. I guess that both feels pretty much the same. Also, I bet, both methods will leave a lot of dust and sand that will that will be a real pain when you are doing your business the next time.
During my studies we had to use Ultra Edit. That one can be compared to single layer American toilette paper. It is lightweight, cheap, rough, uncomfortable and you have to fold it several times until it suits your custom needs but it will eventually get the job done.
Some more layers applied will get you to Eclipse. Yeah, eclipse is a 4 layer super tissue with a very soft touch, a perfumed scent and a nice funny children's print on top, that will make it look adorable... It is nice to use, you need less time to do the same stuff, it offers you great, comfortable support for what you wanna do.
And now the ultimate superlative:
Imagine a toilette that shoots colored, scented rose-water up your butt, while tuning into your favorite radio station while you're doing business! The toilet itself is made out of diamonds, coated with pure, solid gold. When you enter the bathroom it greets you and opens up the lid for you. It is pre-warmed so your behind doesn't ever get cold. It is very comfortable to sit on, as its shape is optimized to perfectly fit your buttocks. It offers you perfect service. It detects when you are done pooping and raises the water level so your falling feces will not splash the toilette water up your butt. You don't need to actually wipe - the toilette does it for you. There is a very sleek and comfortable mechanism that cleans out the groove between your gluteal muscles. It also applies special cooling ointment that makes your bunghole smell really, really awesome making anyone ask "Wow, what smells so good in here" and you will blush heavily because you don't dare to tell them it is actually your rectum. The special toilette automatically detects the type of your poo and analyzes its consistency and content. It then tells you if you need more iron, copper, sulfide or other minerals and adjusts your diet to these needs by interacting with your fridge.
If you can imagine that toilette, than you basically know what it is like to use Visual Studio 2010 Ultimate.
Ich liebe Windows!
Das kategorische Statement im Titel sorgt sicher dafür, das einige besonders Linux/Mac-Affine Leser die Lektüre des Artikels bereits abgebrochen haben, jedoch ist die Aussage auf mich durchaus zutreffend. Das mag man verwerflich finden, daher möchte ich doch einmal darlegen, weshalb jemand ein abstürzendes, proprietäres Weltherrschafts-Betriebssystem als gut befinden mag.
Die letzte Formulierung ist natürlich überspitzt. Genauso wie der Titel. Ich liebe nicht alle Windows. Windows 98 beispielsweise war ziemlich schrecklich. Windows Vista produziert bei mir immer wieder Fehler, die ich bisher in noch keinem Betriebssystem finden konnte. Vista ist dabei sehr kreativ.
Vielleicht liegt es an diversen Shellerweiterungen wie beispielsweise dem installierten Tortoise, dass mein System manches mal den Desktop zum Abstürzen und Neuladen
bringt, wenn ich einen Rechtsklick auf eine Datei mache. Das wäre dann Schuld des Drittanbieters, der mich zur Verwendung von nicht verwalteten Code zwingt.
Was ist aber, wenn ich einen Ordner mit meinen Lieblingsfernsehserien öffne, und der Rechner so lange rattert (Festplatte) sodass letzen Endes das System einfriert?
Naja dann muss man den Windows Index Service deaktivieren. Die Suche funktioniert danach noch genauso gut (eher sogar besser). Schlimm jedoch,
dass der Index Service auch zu Suche in Outlook verwendet wird. Durch Deaktivierung desselben sind komplexe Suchanfragen nach vergangenen Konversationen nahezu unmöglich.
Hier muss ich mir eingestehen: Epic Windows Fail.
Aber lassen wir Vista beiseite. Vista ist die Macke, die jeder Freund hat. Die muss man akzeptieren und in der Vergangenheit belassen, und ermöglichen, dass der Freund sich ändert.
So geschehen bei Windows 7. Windows 7 ist stabil, schnell, schön. Wer's nicht glaubt soll sich selbst davon überzeugen. Windows 7 hat ähnliche Qualität wie Windows XP.
Ich habe es weder auf meinem Laptop, noch auf meinem Arbeitsrechner, die beide mit XP laufen, in den vergangenen 5 Jahren geschafft, diese zum Absturz zu bringen. Aber ich schweife ab. Warum liebe ich Windows?
Diese Liebe entspringt der einfachen Überlegung, sich anzupassen und in seiner Umgebung zurechtzufinden und möge diese noch so gastunfreundlich sein. Dazu möchte ich ein kleines, Fachfremdes Beispiel geben:
Jeder kennt Zombie Filme. Alle haben gemeinsam, dass ein Großteil der Menschheit von einem Übel befallen wird, dass sie zu Monstern macht, die den wenigen nicht befallenen ans Leder wollen.
Der Fokus dieser Filme liegt auf dem Überlebenskampf dieser Überlebenden, die meist in kleinen, unorganisierten Gruppen auftreten, ihre eigene Dynamik entwickeln und modellhaft Stereotypen aus der normalen Welt wiederspiegeln.
Ich habe mich immer gefragt, was die Leute antreibt, wie die Irren ums Überleben zu kämpfen.
Mal abgesehen von "28 Weeks later" lässt keiner der Filme auf ein besseres Morgen hoffen und die Welt ist so ziemlich dem Untergang geweiht. Von Leben kann also nie wieder die Rede sein, viel mehr geht es in Zukunft nur noch ums überleben.
Paranoia, Stress, Todesangst, begrenzte Lebensräume und Tod sind die einzigen Folgen eines derartigen Szenarios. Kein Konsum, kein Luxus, kein Swimmingpool, kein Fernsehen, kein gutes Essen. Wozu sollte man in so einer Welt überleben wollen?
Dagegen wirkt das sonst als "finster" beschriebene Mittelalter doch wie ein Kindergeburtstag bei McDonalds.
Da bleibt wohl nur ein Ausweg: Selbstmord.
Meine individuelle Überlegung zu diesem Sachverhalt geht nun davon aus, dass es noch einen zweiten Ausweg gibt: Selbst ein Zombie werden.
Dadurch ließen sich alle oben genannten Probleme abschalten. Keine Todesangst, kein Stress, und man kann gehen wohin man will. Man ist ja quasi schon untot.
Dabei bleiben zwar auch der freie Wille (haha), die Individualität, die Liebe, der Glaube und die Hoffnung auf der Strecke, aber ich frage einfach mal in den Raum, ob das denn eigentlich so schlimm wäre?
Jetzt mag einem der Gedanke missfallen, sich beißen zu lassen oder bei lebendigem Leibe gefressen zu werden, um wieder einen ruhigen Alltag führen zu können.
Aber ich frage mich, ob man als Zombie nicht einfach glücklicher wäre, da man alle Facetten des sonst so unerträglichen Menschenlebens, zusammen mit seiner Schönheit abgelegt hat.
Die Frage geht noch ein wenig weiter. Ist es vielleicht besser, als Tier, bereinigt von aller Vernunft, Sitte und Moral zu leben? Ist das Akzeptieren der neuen Umstände - des neuen Systems - nicht wesentlich einfacher, als dauerhaft dagegen zu kämpfen?
Diese Frage lässt übertragen: Wär es nicht vielleicht wirklich besser, wenn wir uns alle überwachen ließen, und es keine Kriminalität mehr gäbe?
In letzterem Fall natürlich nicht, weil a) Durch Überwachung die Kriminalität nicht weniger wird und b) es sinnvolle Alternativen gibt. Das Zombie Szenario besitzt diese Eigenschaften nicht.
Genau wie ein Charakter des Films, der sich dazu entscheidet, selbst zum Zombie zu werden um fortan ein stumpfsinniges, triebgesteuertes, wenn auch kurzes Leben zu führen, so habe ich mich dazu entschieden, nicht gegen Windows zu kämpfen und über alle seine Fehler zu fluchen,
sondern mich damit abzufinden und das Beste aus der Situation zu machen. Ich beschäftigte mich mit der Absicherung, Programmierung und Fehlertoleranz des Systems und fahre seither sehr gut. Im Endeffekt habe ich gekniffen, aufgegeben, die weiße Fahne gezückt und mich zum Zombie gemacht, der
alles um ihn herum einfach akzeptiert ohne nach Alternativen zu suchen, aber das macht mir das Leben extrem leichter.
Ich vertraue Microsoft, mit durch Windows gemopsten Daten verantwortungsbewusst umzugehen und mich genug abzusichern, auch wenn das vllt. sehr naiv ist.
Als Alternative Linux vorzuschlagen finde ich immer ein bisschen weit hergeholt. Linux sei kostenlos und "besser", sicherer, freier. Dazu kann ich nur sagen, dass Linux keineswegs kostenlos ist, es sei denn die Zeit des Benutzers hat keinen Wert.
Solange man nicht viel seiner wertvollen Zeit investiert, bleibt man in einer schwarz-weißen Kommandozeile gefangen. Da sieht man die Gitterstäbe seines eigenen Käfigs gar nicht!
Unter Linux kann ich natürlich einen Desktop betreiben, aber weder sind die UI-Metaphern der verfügbaren Desktops so präzise, noch ist deren Kompatibilität noch deren Installation trivial.
Die Installation von Programmen, ist ein Graus. Unter FreeBSD fand ich pkg_add, unter Debian apt-get immer ganz nett, aber (K)Ubuntu wollte partout den Firefox und andere Helferlein nicht installieren, wenn ich nicht das Ultimatum erfüllen würde, 2 Makes und 200 Zeilen ./configure anzupassen.
Unter Windows heißt das nach wie vor "Weiter>Weiter>Weiter>Fertigstellen".
"Jaaaa, aber Linuxe sind halt heterogen, da geht nicht alles immer gleich, außerdem gibt’s notfalls für deine Distri immer einen vorgefertigten Build", höre ich euch da sagen. "Außerdem wird durch die Heterogenität das System viel sicherer".
Sich Sicherheit durch Heterogenität zu erkaufen halte ich schlichtweg für Blödsinn. Das ist wie wenn ich keine Angst vor AIDS haben muss, weil mein Penis in keine Vagina passt. Da hab ich doch lieber ein durchweg kompatibles Geschlechtsorgan und einen bisschen weniger Angst.
Update:
Sven Jacobs hat sich die Mühe gemacht, den Artikel zu kommentieren:
0xefbbbf - Ich Liebe Linux!
Danke für das Feedback :)
Brötchenverkauf
Nur weil die belegten Brötchen in meiner Firma nach ca. 16:00 nichts mehr kosten, heisst das nicht, dass morgens weniger verkauft werden. Die Dinger stehen ab 10:00 zum Verkauf. Gehen tagsüber nicht alle vom Tisch so werden Sie abends einfach ausgelegt und jeder kann sich bedienen. Normalerweise steht jemand dabei, der das Geld dafür annimmt. Da jedoch nachmittags entweder alle weg sind, oder aber keiner mehr welche kaufen will, werden die restlichen kostenlos ausgelegt. An sonsten müsste man sie ja wegschmeissen.
Jetzt könnte man ja annehmen, dass meine bösen, kalten und berechnenden Kollegen alle bis nach 16:00 Uhr warten könnten um dann kostenlos an Brötchen zu kommen. Aber dem ist nicht so. Nur weils irgendwo und irgendwann kostenlose Brötchen gibt, heisst es nicht, dass sich alle Brötchen prinzipiell schlechter verkaufen lassen.
Genauso auch im Internet. Nur weil es auf irgendwelchen Taschbörsen Games für umme gibt, heisst das nicht, dass sie keiner mehr kauft. Es entstehen durch nicht verkaufte Einheiten die ja in dem Fall gerne als "Raub" dargestellt werden, keine Schäden, so wie das die Industrie immer wieder sugeriert. Ich meine die Verkäufe bleiben stabil.
Genauso verhalte ich mich auch. Ich spiele sehr gerne Call of Duty 4, Left4Dead, Dead Space, Crysis, Portal, Half Life 2, Team Fortress 2 und weitere - diese Spiele habe ich gekauft, weil sie gut sind und ihr Geld wert sind. Ich gebe sogar sehr gerne Geld für Spiele aus, denn ich bin der Ansicht, dass Leistung ihren Preis hat. Von nichts kommt auch nichts.
Durch Downloads werden spiele lediglich anderen Gruppen bereitgestellt, die nicht alle Nas' lang 50 - 60 Euro für eine schlechte, geschnittene Version bezahlen können.
Schüler, Studenten, Arbeitslose - die spielen alle sehr gerne und können sich ihren Spass nur bedingt leisten. Wer Geld hat, diese Erfahrung habe ich gemacht, das weiss ich von mir, von Freunden, Bekannten und Kommilitonen, der kauft sich die Spiele auch.
Nun mag der Vergleich hinterherhinken - immerhin sind die Brötchen morgens frischer, wobei das Bezahlen doch mehr Sinn enthält, da man sie schneller und frischer bekommt. Abends sind sie dann ja die ganze zeit (im Kühlschrank) rumgelegen und der Salat wirkt vllt. ein bisschen depressiv. Hier hat man Vorteile wenn man bezahlt. Nicht so bei Spielen.
Bezahle ich ein Call of Duty 5, so bekomme ich eine schlecht synchronisierte Version, bei der auchnoch ein ganzer Spielmodus fehlt. Kaufe ich mir ein Left4Dead, dann bekomme ich es erstmal 2 Stunden lang nicht zum laufen, weil das verdammte Steam den Dienst verweigert und mein System endlos langsam macht. Geiler: Jedes mal wenn ich, alle paar Wochen Left4Dead starte muss sich steam erst einmal updaten was jedes mal ziemlich lange dauert. Da komme ich mir doch leicht verarscht vor.
Nun habe ich die o.g. Spiele sogar in der Englischen Version aus England kommen lassen, jedoch hat nicht jeder 18 Jährige Schüler oder Azubi das Privileg, Kreditkartendaten einer eigenen Kreditkarte anzugeben, um den Kauf im Ausland zu tätigen.
Geklaut und gecrackt ist das Spiel zunächst besser. Es ist eine Originalversion in englischer Sprache, kostenlos und egal wie scheisse das Spiel ist, man ärgert sich nicht schwarz wegen updates und Copyright-Mist, der das DVD-Laufwerk nicht erkennt...
Macht gute Spiele. Ich kaufe sie, wenn sie es wert sind. Ich finde, es ist langsam zeit für die Industrie, sich neue Geschäftsmodelle auszudenken. Und wehe ihr macht Werbung in eure Spiele, ihr Spinner, dann werd ich sie in Zukunft persönlich cracken.
... Neulich im Spielzeugladen
Nach einem speziellen Geschenk suchend bahne ich mich vorbei an schreienden Kindern die vor den seelenlosen Hüllen der neusten Barbiepuppen und Actionfiguren stehen und quengeln, an deren überforderten Müttern, vorbei an einer gigantischen mit Laserkanonen ausgestatteten Burgfestung, vorbei an den neusten und dümmsten Gesellschaftsspielen in denen man zumeist kleine Kugeln mit Plastikfiguren malträtieren muss.
Das Objekt meiner Begierde ist nicht zu finden und es kommt der Verdacht, dass Kinder heutzutage einfach dümmer sind als sie es noch in den 80er Jahren waren, zu deren Anfang das unauffindbare Objekt in den Spielzeugjungel hineingeboren wurde.
Ich unterbreite der Kassiererin mein Versagen:
J: "Ich suche einen Rubik Würfel"
K: - Fragende Rehaugen -
J: "Sie wissen schon - so einen Würfel mit verschiedenen Farben an
den Seiten den man so verdrehen kann!"
- ich mache die typische Bewegung mit beiden Händen vor -
K: - Begreifender Blick, Nachahmung meiner Geste - "AHHHHH ich weiss was
sie meinen! Kommen Sie mal mit!"
- Marsch zum Regal -
J: - Wieder an der Kasse - "Sehr gut, danke! Und ich dachte schon, Sie
hätten hier nur Spielzeug für dumme Kinder"
K: "Ja. Manchmal denke ich das auch."
Stop being nice!
Wah, furchtbar. Gestern war ich schon wieder einkaufen und wurde mit der exorbitant
großen Leere in den Köpfen der Kassierergilde konfrontiert... Diese
manifestiert sich in vielen verschiedenen Nuancen. Eine davon ist die Tatsache,
dass sie unfähig zur Mustererkennung sind.
Stellt man seine Waren auf das Fließband, so ist es vollkommen egal, welche
Entfernung man wählt, die die eigenen Waren zu denen des Vordermannes einhalten.
Der Kassierer wird UNFÄHIG sein, zu merken, dass die Waren, die quasi einen
bis anderthalb Laufbandmeter hinter den aktuell zu scannenden Waren liegen, nicht
dazugehören. Die Lösung des Problems ist ein Plastiktrennstab. In dichtem
Gedränge ist so ein Ding wahrscheinlich wichtig und sinnvoll, aber es stellt
sich wie oben beschrieben heraus, dass derartige Artefakte eine dringende notwendigkeit
selbst bei einem Maximum von zwei Kunden an der Kasse sind.
Weiter:
Der Handelshof Sindelfingen hat wohl eine neue Marketingabteilung, denn seit
neustem nerven einen die Kassierer mit dämlichen Floskeln wie "Waren
sie mit ihrem Einkauf zufrieden?" oder "Haben sie alles gefunden?".
Interessanter weise steht nicht im Protokoll was der Kassierer zu tun hat, wenn
ein Kunde verneint. Dadurch ergab sich erst gestern der folgende Dialog:
K: "Waren Sie mit ihrem Einkauf zufrieden?"
J: "Nein, es fehlt Beef Jerky und Feuerstein Kaumorphium!"
K: -reagiert nicht und beschäftigt sich mit meiner EC Karte-
J: "Ja und jetzt?"
K: --
J: "Entschuldigen Sie, was machen Sie jetzt?"
K: "Was fehlt?"
J: - Hier hab ich überlegt auf die Feuerstein-Kaumorphium Schiene aufzuspringen,
habs aber gelassen. Die arme Frau war eh schon gestresst...-
"Ja, es fehlt Beef Jerky, gutes amerikanisches Trockenfleisch. Das haben
sie nicht."
K: "--- AAAAHHH ach so, ähm wenn wir das nicht haben kann ich auch
nichts machen! Wenn es leer gewesen wäre hätte ich das dann reklamieren
können"
J: "Schön." - Ich nehme meine Karte und haue ab-
Die offensichtliche Verwirrtheit ob meiner zwar unsinnigen doch modellhaften
Beschwerde unterstreicht für mich lediglich die Unsinnigkeit derartiger
Floskeln. Ich wäre übrigens um Längen glücklicher gewesen,
wenn die Dame "Hallo" - und sonst nichts - gesagt hätte.
Ich glaub das werde ich das nächste Mal reklamieren, dass es mich als Kunde
persönlich stört, von Kassierern auf derart infame Weise belästigt
zu werden.
Auf dem Rückweg meldete sich dann auch die Schlagfertigkeit - also das
was einem einfällt, wenn die Unterhaltung längst vorbei ist. Das nächste
mal wenn die Frage kommt : "Haben sie alles gefunden?" werde ich antworten,
dass im Regal die Urananreicherungszentrifugen alle sind!
Klar ist das Blödsinn aber da ich die Dummheit der Menschen auf dieser
Welt schon oft zu Gesicht bekommen habe kann ich mir vorstellen, dass die Frau
das wirklich zu einem gewissen Grad ernst nimmt und selbst wenn nicht, bin ich
gerne bereit sie zu einem Regal mit, sagen wir Gurken, zu führen, auf das
Preisschild zu tippen und mich lauthals zu beschweren, dass es eine Frechheit
ist, keine Urananreicherungszentrifugen vorrätig zu haben.
Vielleicht denken Kassierer dann zweimal nach bevor sie mich nerven.
Ach ja, eine weitere dämliche Floskel resultierte in Folgendem, grad letzte Woche:
In unerotischer Manier stelle ich zwei Sechserpackungen "Mineralwasser
- Spritzing" von K Klassik auf das Fließband. Freundlich fragt mich
der vietnamesische Kassierer, nichtsahnend von meiner den ganzen Tag aufgestauten
guten Laune, nachdem ich ihm zehn Europäische Goldrubel in die Hand drücke:
"Waren sie mit ihrem Einkauf zufrieden?"
Da platzt es aus mir heraus:
"Ja, sehr! Es war wirklich angenehm, wohl klimatisiert und einfach wunderbar.
Ich habe es richtig genossen! Es ist mir eine Ehre hier einkaufen zu dürfen.
Ich werde sicher noch einmal wiederkommen und werde es auch meinen Freunden
und Bekannten empfehlen! Es macht mich wirklich sehr glücklich hier einkaufen
zu dürfen! Meine Mutter - sie bekommt nächste Woche ein neues Hüftgelenk
- ich werde ihr empfehlen hier vorher noch einmal einzukaufen. Und ich werde
es allen meinen Kollegen empfehlen. Ach herrlich! Danke, dass Sie Sie sind!"
Der Kassierer: "Äh na dann ist ja gut! Einen schönen Abend noch!"
Ich: "Hach, den werde ich auf jeden Fall haben! Ich habe ja gerade hier
eingekauft!"
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